Porcellio laevis „Orange“: Haltung, Futter & Zucht
Sep 03, 2025
Porcellio laevis „Orange“ bringt mit seiner gleichmäßigen Färbung einen schönen Kontrast auf dunkles Laub. An einer festen Futterstelle lassen sich die Tiere gut beobachten. Für Haltung und Zucht zählt vor allem eine praktische Einrichtung: genug Bodenfläche, mehrere Verstecke und eine feuchte Ecke.
- Temperatur · Orientierung
- 22–26 °C
- Feuchtigkeit
- Feuchter Bodenbereich mit Ausweichzone
- Das fällt auf
- Gleichmäßig orange gefärbt
So leben die Tiere
Der flache, längliche Körper unterscheidet Porcellio laevis von den rundlicheren Rollasseln. „Orange“ bezeichnet die Farbform. Zwischen dunklem Laub und Kork fällt die Färbung besonders gut auf.
Lass trotzdem genug Deckung in der Box, damit sich die Tiere jederzeit zurückziehen können.
So richtest du die Asselbox ein
Du richtest selbst ein
Wenn du Bodengrund und Einrichtung selbst zusammenstellst, ist unsere Asselbox mit Vierfachlüftung (11 L) die passende einzelne Box dafür. Sie misst 37 × 26 × 14 cm, ist stapelbar und hat vier Lüftungsbereiche. Lass diese auch im Regal frei und raste den Deckel auf beiden Seiten ein.
Du möchtest mit einem Set starten
In unserem Assel-Starterset ist dieselbe 11-Liter-Box zusammen mit TropicSoil, Sphagnum, Futterlaub/Laub-Mulch und Sepia-Bruch enthalten. Asselnapf XL und Insektentränke Mini sind ebenfalls dabei. Kork und unser Asselfutter kannst du nach Bedarf ergänzen; sie sind nicht Teil dieses Sets.
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Bodengrund und Laub einfüllen
Fülle mehrere Zentimeter lockeren, geeigneten Bodengrund ein. Zersetztes Laub und weißfaules Holz gehören dazu; eine Laubschicht deckt die Oberfläche ab. Beim Starterset bereitest du Sphagnum nach der Verpackungsanleitung vor und verteilst TropicSoil, Laub und Moos so, dass eine feuchtere und eine weniger feuchte Seite entstehen.
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Verstecke und Feuchtzone anlegen
Unsere Kork Bruchstücke 200 g geben den Tieren Deckung. Suche passende Stücke aus und lege sie stabil auf, sodass geschützte Hohlräume bleiben. Verteile die Verstecke über unterschiedliche Feuchtebereiche und halte eine Ecke zum Nachfeuchten frei.
Für einen zusätzlichen bodennahen Rückzugsort kommt ein kleiner Bell Cup infrage. Lege die hohle Fruchtschale mit der Öffnung zur Seite und sichere sie gegen Wegrollen. Prüfe, ob deine Asseln bequem hinein- und wieder herauskommen. Die Schale dient als Einrichtung, nicht als Futter- oder Trinkgefäß.
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Futterplatz erreichbar lassen
Platziere den Napf so, dass du ihn zum Reinigen herausnehmen kannst, ohne die Verstecke umzubauen. Das gilt auch für die Tränke. Wenn du das Starterset nutzt, sind beide schon enthalten – ein zusätzliches Sorglos-Bundle brauchst du dafür nicht.
Für Orange verteilst du mehrere Verstecke über die Bodenfläche. Plane schon beim Einrichten Platz ein, um später weitere Futterstellen oder einen zusätzlichen Rückzug unterzubringen.
Temperatur und Feuchtigkeit im Griff
22–26 °C sind eine gute Orientierung für die Haltung. Eine feuchte Ecke bleibt jederzeit erreichbar, daneben darf der Boden weniger feucht sein.
Befeuchte gezielt statt die gesamte Box zu durchnässen. Achte bei warmem Wetter besonders darauf, dass der Rückzugsbereich nicht austrocknet, und stelle die Box nicht in direkte Sonne.
Futter, Calcium und eine saubere Futterstelle
Laub, Holz und Calcium bleiben in der Box
Laub und weißfaules Holz sind Futter und Lebensraum zugleich. Ergänze sie, sobald sie verbraucht sind, und halte eine Calciumquelle wie Sepia bereit. Im Starterset ist Sepia-Bruch bereits enthalten.
Unser Asselfutter richtig portionieren
Unser Premium-Asselfutter gibst du mit dem beiliegenden Holzlöffel in kleinen Portionen, trocken oder leicht angefeuchtet. Die pflanzlich-mineralische Mischung enthält unter anderem Kräuter, Gemüsebestandteile, Bierhefe und Algenkalk. Kontrolliere, was gefressen wurde, bevor du nachlegst; Reste kommen heraus, bevor sie verderben.
Welcher Napf passt?
Für einen kompakten Futterplatz reicht unser Asselnapf. Im Asseldoppelnapf kannst du Futter und Mineralien getrennt anbieten. Der Asselnapf XL bietet mehr Fläche, wenn größere Tiere oder mehr Asseln gleichzeitig an die Futterstelle kommen. Ein größerer Napf muss deshalb nicht voller gefüllt werden.
Orange kann Zusatzfutter zügig annehmen. Kontrolliere trotzdem unter dem Kork, ob Reste verschleppt wurden, bevor du die nächste Portion gibst.
Napf und Tränke zusammen auswählen
Du hast schon eine eingerichtete Box und möchtest Futter- und Wasserstelle ergänzen? Unsere Assel-Sorglos-Bundles unterscheiden sich vor allem durch den Napf:
- Assel-Sorglos - Bundle M: Asselnapf für die kompakte Futterstelle.
- Assel-Sorglos - Bundle L: Asseldoppelnapf mit zwei getrennten Futterflächen.
- Assel-Sorglos - Bundle XL: Asselnapf XL mit mehr Platz an der Futterstelle.
Alle drei enthalten zusätzlich eine Insektentränke Mini mit 30-ml-Flasche und drei Wattepads. Eine Box, Bodengrund und Futter sind nicht enthalten. Befülle die Tränke nur mit Wasser, reinige sie regelmäßig und wechsle das Wattepad.
Nachwuchs und Platz für die Kolonie
Porcellio laevis „Orange“ kann sich bei passenden Bedingungen gut vermehren. Überlege deshalb frühzeitig, wo eine größere Gruppe später Platz findet.
Wenn die Box voller wird, ergänze Verstecke und teile die Kolonie bei Bedarf auf. Kleine Jungtiere brauchen gut erreichbare Nahrung und geschützte feuchte Bereiche.
Wenn du einen weiteren Ansatz aufbauen möchtest, kannst du eine zusätzliche Asselbox mit Vierfachlüftung (11 L) genauso einrichten. Beschrifte getrennte Gruppen mit der vollständigen Art- beziehungsweise Formbezeichnung. So weißt du später noch, welcher Nachwuchs zu welcher Gruppe gehört.
Dein kurzer Pflegecheck
- Feuchtigkeit unter Laub und Kork prüfen; die feuchte Ecke darf nicht vollständig austrocknen.
- Napf kontrollieren, Reste entfernen und nur nach Verbrauch nachfüllen. Tränke und Wattepad sauber halten.
- Verbrauchtes Laub ergänzen, Lüftung freihalten und bei wachsendem Besatz mehr Fläche und Verstecke schaffen.
Bitte keine Asseln in der Natur aussetzen. Wasche dir nach der Pflege die Hände. Für den Einsatz im Terrarium müssen Klima und Mitbewohner zur Art passen.
Welche Asseln passen zu dir?
Orange und Porcellio laevis „Panda“ sind Farbformen mit sehr ähnlichen Pflegeansprüchen. Hier entscheidet also vor allem, ob dir die gleichmäßig orangefarbenen oder die schwarz-weiß gefleckten Tiere besser gefallen. Porcellio scaber „Lava“ gehört dagegen zu einer anderen Art und zeigt eine unregelmäßigere Zeichnung.
Für die Zucht bleiben die Gruppen getrennt.
Noch Fragen zur Haltung?
Braucht Orange ein anderes Klima als Panda?
Nein, beide lassen sich nach denselben Grundprinzipien halten: mit Feuchtzone, weniger feuchten Bereichen, Laub und guter Belüftung.
Meine Asseln fressen viel. Soll ich mehr geben?
Du kannst die Portionen schrittweise erhöhen, wenn sie vollständig gefressen werden. Prüfe vorher auch unter der Rinde, ob dort noch Reste liegen.
Wie oft muss ich die Box komplett reinigen?
Nicht nach einem festen Kalender. Entferne Reste, ergänze Laub und erneuere bei Bedarf Teile des Substrats. Eine gut laufende Box muss nicht regelmäßig komplett ausgeräumt werden.
Zum Weiterlesen
Hier findest du die weiterführenden Quellen zu diesem Haltungsbericht. Die Temperaturbereiche sind Orientierungswerte; prüfe immer auch die Bedingungen in deiner eigenen Box.